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 Bangkok: Anschläge von Iranern verübt?

Bangkok, 15.02.2012 - Drei Männer, vermutlich alle aus dem Iran, bringen im Zentrum Bangkoks mehrere Bomben zur Detonation. Auf der Flucht bleibt einer der Täter verletzt zurück, ein zweiter wird beim Versuch der Ausreise nach Malaysia gefasst. Alles sieht nach einem gescheiterten Anschlag aus, doch die Regierung wiegelt ab. Geheimdienstmitarbeiter werden da jedoch deutlicher.

Nach einer Serie von Bombenexplosionen in Bangkok, bei der ein Iraner schwer verletzt wurde, hat die thailändische Polizei einen weiteren iranischen Staatsbürger festgenommen. Der 42-Jährige sei am Flughafen der thailändischen Hauptstadt gefasst worden, als er an Bord eines Flugzeugs nach Kuala Lumpur gehen wollte, teilten die Behörden mit. Nach einem weiteren Verdächtigen werde noch gefahndet.

Die Hintergründe sind noch unklar. Wie Verteidigungsminister Sukhumpol Suwannathat mitteilte, handelte es sich bei den Explosionen nicht um "terroristische Taten". Weitere Angaben machte er jedoch nicht.

Thailands Geheimdienst dagegen sieht in der Tat einen fehlgeschlagenen Versuch von Anschlägen auf israelische Diplomaten. "Sie wollten einen Sprengsatz an ein Diplomatenfahrzeug heften", sagte ein hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter. "Dieses Team von drei Iranern ist ein Mörderteam und seine Zielscheibe sind israelische Diplomaten, der Botschafter eingeschlossen", sagte der Geheimdienstmitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Verbindungen zu Attentat in Indien

Am Montag war ein Anschlag mit einem Sprengsatz, der an einem Auto befestigt wurde, auf eine israelische Diplomatin in Neu Delhi verübt worden, ein ähnlicher Anschlagsversuch in Georgien scheiterte. Der Iran bestritt jede Verwicklung in die Vorfälle.

Die beiden nun in Bangkok gefassten Iraner sollen sich nach Polizeiangaben zusammen mit einem dritten Mann in einem Haus im Stadtteil Phrahkhanong aufgehalten haben, als dort ein Sprengsatz explodierte. Anschließend seien sie vom Tatort geflohen. Ein Iraner habe versucht, ein Taxi anzuhalten. Als kein Wagen stoppte, habe er eine Granate geworfen.

USA und Großbritannien erneuern Warnungen

Anschließend habe er einen weiteren Sprengsatz auf ein Polizeifahrzeug werfen wollen. Dieser sei jedoch von einem anderen Fahrzeug abgeprallt und neben ihm explodiert. Dabei wurden dem Mann den Angaben zufolge beide Beine abgerissen.

Nach den Explosionen erneuerten die USA und Großbritannien ihre erst kürzlich aufgehobenen Warnungen für Bangkok-Besucher. Im vergangenen Monat hatten die US-Botschaft und zehn weitere ausländische Vetretungen vor möglichen Terroranschlägen auf US-Bürger und Israelis in der thailändischen Hauptstadt gewarnt. Quelle: n-tv.de



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