Manila, 13.08.2012 - Eine Woche nach Beginn der schweren Flutkatastrophe auf den Philippinen ist die Zahl der Toten auf 85 gestiegen. Bisher mussten über 750.000 Filipinos vor den Fluten fliehen.
Nach den schweren Überschwemmungen in der philippinischen Hauptstadt Manila fürchten die Behörden des Landes den Ausbruch von Epidemien. Der Chef des Katastrophenschutzes, Benito Ramos, sagte der Nachrichtenagentur AFP, viele Einwohner der Millionenstadt könnten an der Infektionskrankheit Leptospirose oder an anderen Krankheiten sterben. An der durch verunreinigtes Trinkwasser verbreiteten Leptospirose waren nach den schweren Überschwemmungen im Jahr 2009 249 Menschen gestorben.
Derweil ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. In Manila und Umgebung kamen inzwischen mindestens 85 Menschen um, wie das Büro für Zivilverteidigung mitteilte. Acht Menschen wurden noch vermisst. Heftige Monsunregen hatten die nördlichen Inseln seit dem vergangenen Wochenende unter Wasser gesetzt. Flüsse traten über die Ufer, in den Strassen stand das Wasser meterhoch.
Mehr als zweieinhalb Millionen Menschen sind betroffen, mehr als 750'000 mussten flüchten. Fast 8500 Häuser wurden in 16 betroffenen Provinzen beschädigt. Etwa 440'000 von ihnen fanden Unterschlupf in Auffanglagern. Nach Angaben der Zivilverteidigung ertranken 47 Menschen. Elf wurden bei Erdrutschen begraben, vier erlitten elektrische Schocks. Weitere Opfer starben an Herzattacken oder wurden von einem Baum erschlagen.
Nach den schweren Überschwemmungen auf den Philippinen wollen die Behörden Tausende Helfer für die Aufräumarbeiten in der Hauptstadt mobilisieren. Polizisten, Soldaten, Reservisten und Personal der Küstenwache würden benötigt, um Manila von den Folgen der schlimmsten Flut seit 2009 zu befreien, sagte am Samstag der Leiter der Zivilschutzbehörde, Benito Ramos. Quelle: sda