Manila/Taipei, 05.08.2012 - Taifun "Saola" hat seinen Zerstörungszug in Asien fortgesetzt. 40 Menschen kamen auf den Philippinen und in Taiwan ums Leben, berichteten die Behörden für Katastrophenschutz. In China haben "Saola" und ein weiterer Taifun namens "Damrey" mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen.
Sechs weitere gelten noch als vermisst, wie die staatlichen Medien berichteten. Die Taifune waren am Freitag binnen weniger Stunden über die Ostküste und den Südosten Chinas hereingebrochen und hatten Überflutungen ausgelöst.
Über 30 Tote in Indien
Ein Mensch starb in der Provinz Liaoning, als Wassermassen eine Brücke mit sich rissen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Fünf Menschen gelten seither als vermisst. Knapp 90.000 Menschen mussten in Liaoning ihre Häuser verlassen. Der Zugverkehr war zeitweise unterbrochen. In vier weiteren Provinzen mussten sich insgesamt 932.000 Anwohner in Sicherheit bringen.
Im indischen Himalaya-Bundesstaat Uttarakhand kamen bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 31 Menschen ums Leben. Bei den Unwettern wurden zahlreiche Häuser, Straßen und Brücken in der Gebirgsregion zerstört oder massiv beschädigt. Nach Berichten örtlicher Medien werden noch bis zu 40 Menschen vermisst.
Erdrutsche und entwurzelte Bäume
Auf Taiwan hatte "Saola" am Donnerstag mit Regen und Böen bis zu 155 Kilometer in der Stunde Bäume entwurzelt und Erdrutsche verursacht. Fünf Menschen kamen uns Leben und zwei wurden vermisst, berichtete der Katastrophenschutz.
An der Ostküste mussten die Einwohner von drei Dörfern aus der Luft mit dem Nötigsten versorgt werden, weil die Straßen unpassierbare waren. Ausläufer beeinträchtigten auch noch die Philippinen, wo der Taifun schon seit dem vergangenen Wochenende wütete. Dort starben mindestens 37 Menschen, vier wurden nach Angaben der Behörden vermisst. Mehr als 230.000 Menschen flüchteten zu Verwandten oder in Notunterkünfte. Quelle: t-online