Manila, 02.08.2012 - Taifun «Saola» hat auf den Philippinen 23 Menschenleben gefordert und 180.000 Menschen in die Flucht geschlagen. Nun hat der Taifun die Küste Taiwans erreicht.
Im Nordosten der Philippinen traten wegen des Taifuns «Saola» Flüsse über die Ufer, Erdrutsche verschütteten Strassen, Windböen rissen Strommasten um. Erste Ausläufer des Unwetters erreichten die Küsten am vergangenen Wochenende. Die Überschwemmungen gingen nur langsam zurück, berichtete die Behörde für Katastrophenschutz. 2700 Häuser seien zerstört worden.
Weitere Überschwemmungen angekündigt
«Saola» wirbelte mit Spitzengeschwindigkeiten von 160 Kilometern in der Stunde in Küstennähe. Das Sturmtief zog schliesslich ab und erreichte Taiwan, berichtete der Wetterdienst. Vor allem im Osten des Landes standen Felder unter Wasser, zahlreiche Verkehrswege waren blockiert und die sonst geschäftige Metropole Taipeh glich einer Geisterstadt. Der Sturm kostete in Taiwan bereits mindestens fünf Menschen das Leben, mehrere wurden vermisst.
Die mittlere Windgeschwindigkeit lag bei 118 Stundenkilometern, in Böen wurden bis zu 155 Stundenkilometer erreicht. Die Behörden forderten Büros und Industriebetriebe im Norden des Landes zur vorübergehenden Schliessung auf. In Taipeh wurden Dutzende Flüge gestrichen.
Das Verteidigungsministerium stellte 48.000 Soldaten zur Beseitigung möglicher Schäden ab. Meteorologen sagten für das gesamte Wochenende heftigen Regen voraus und warnten vor weiteren Überschwemmungen. Quelle: sf.tv