Berlin, 07.07.2012 - 2012 jährt sich die Gründung der Sonderverwaltungszone Hongkong (HKSAR) zum fünfzehnten Mal. Zur Feier des Jubiläums lud das Wirtschafts- und Handelsbüro Hongkong, Berlin (HKETO Berlin) am 5. Juli zu einem Empfang anlässlich der Eröffnung des Hong Kong Film Festivals, das die bemerkenswerte Geschichte dieser dynamischen und energiegeladenen Stadt durch die Augen seiner Filmschaffenden betrachtet.
In seiner Begrüßungsrede wies Bryan Ha, Stellvertretender Direktor des HKETO Berlin, auf die erfolgreiche Umsetzung des Grundsatzes „Ein Land, Zwei Systeme“ und des Hongkonger Grundgesetzes hin: „Seit 15 Jahren verwalten Hongkonger ihre Stadt mit einem hohen Grad an Selbstständigkeit. Die florierende Kreativindustrie ist Beleg für die Rechte und die Meinungsfreiheit, die unsere Bürger genießen.“
Jahrzehntelang war die Stadt als das „Hollywood des Osten“ bekannt und ihr „Actionkino“ ist weiterhin ein Exportschlager. In den vergangenen Jahren hat sich die lokale Filmindustrie diversifiziert und neue Wege beschritten. Hongkonger Filmschaffende erfahren mit der Zeit immer mehr Anerkennung in der internationalen Filmwelt. Bei den 68. Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde Deanie Ip für ihre Rolle in A Simple Life mit dem Preis für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Regie führte bei diesem für die Eröffnung in Berlin ausgewählten Film die renommierte Ann Hui.
Etwa 200 Gäste besuchten den Empfang und den Film im Hackesche Höfe Kino, darunter hochrangige Vertreter der Bundes- und Landesregierungen. Dazu zählten Christoph von Knobelsdorff, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung; Botschafter Dr. Heinrich Kreft, Sonderbeauftragter für den Dialog zwischen den Kulturen im Auswärtigen Amt; Mary Chow, Sonderbeauftragte Hongkongs für Wirtschafts- und Handelsangelegenheiten bei der Europäischen Union; Minister Li Ping, Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft der Volksrepublik China; Dr. Michael Fuchs, Mitglied des Deutschen Bundestags.
Als Ehrengast war auch Roger Lee anwesend, Produzent und Autor von A Simple Life, um den Gästen nach dem Film von seinen Erfahrungen als Produzent zu berichten: „Dank seiner freiheitlichen Grundordnung ist Hongkong ein idealer Standort für die Entwicklung kreativer Talente. Wir Filmschaffende freuen uns darauf, die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern auszubauen“, so Lee.
A Simple Life läuft zur Zeit im Wettbewerb für den „Besten Internationalen Film“ des Filmfests München.
Das Hong Kong Film Festival in Berlin läuft noch bis Sonntag und zeigt die ganze Bandbreite Hongkonger Filme von millionenschweren Kassenschlagern wie The Great Magician bis hin zu unabhängigen Produktionen wie Big Blue Lake.
Zur Feier des fünfzehnjährigen Bestehens der HKSAR wird das HKETO Berlin eine Reihe weiterer Events organisieren. Nach Berlin werden Düsseldorf (3.-6. August im Filmmuseum) und Hamburg (16.-31. August im Metropolis Kino) gastgebende Städte des Hong Kong Film Festivals sein.
Der Hongkonger Kinderchor wird durch Deutschland reisen und in der Berliner Lindenkirche am 23. August sowie im Hamburger Miralles-Saal am 26. August Konzerte geben. Auch in weiteren Städten und Ländern werden Festakte organisiert.