Berlin, 27.06.2012 - Das Agrarland Philippinen bietet großes Potential für den Einsatz von Bioenergie-Technologien. Neben der Nutzung tierischer Abfälle bietet sich vor allem die Verwendung von Rückständen aus der Zuckerrohr-/ Bagasse-, Reis-, und Kokosnussproduktion des Landes für die Stromerzeugung an („waste-to-energy“).
Qualitativ hochwertige Technologien und Know-how sind gefragt, um die Potentiale für den Einsatz von Bioenergie-Technologien optimal zu nutzen. Die Qualität und die hohe Leistungsfähigkeit deutscher Technologien sind daher wichtige Wettbewerbsvorteile gegenüber ausländischer Konkurrenz und die umfangreiche Erfahrung der deutschen Unternehmen bei Planung, Bau und Betrieb der Anlagen werden vor Ort geschätzt. Mit Blick auf den gemeinsamen ASEAN Binnenmarkt, der bis 2015 anvisiert wird, ist eine frühzeitige Markterschließung strategisch sinnvoll und deutsche Unternehmen sollten daher jetzt aktiv werden.
Günstige politische Rahmenbedingungen
Auch die politischen Rahmenbedingungen sind derzeit für einen Markteinstieg günstig. Das Energieministerium strebt die Installation von mindestens 276 MW zusätzlicher Kapazität aus Biomasse-Technologien innerhalb der nächsten drei Jahre an. Insgesamt plant die philippinische Regierung, die Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern bis 2030 zu verdoppeln. Bisher decken diese knapp 43% der Primärenergieversorgung und etwa 30% der Stromversorgung des Landes ab.
Der Inselstaat will mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien von Öl- und Kohleimporten unabhängiger werden und dabei gleichzeitig dem steigenden Energiebedarf nachkommen. Die dezentralen, erneuerbaren Lösungen sollen dabei auch eine flächendeckende Elektrifizierung in ländlichen Gebieten ermöglichen. Die ambitionierten Ziele der Regierung werden durch Anreize wie Steuerbegünstigungen, zollfreien Technologieimport und die Einführung einer Einspeisevergütung von 12 € Ct./kWh für Biomasse-Technologien ab Mitte 2012 regulatorisch untermauert und schaffen so ein gutes Investitionsklima.
Für interessierte Unternehmen der Bioenergie-Branche bietet die GIZ am morgigen Donnerstag, 28. Juni, einen Workshop unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) an, in Vorbereitung für die AHK-Geschäftsreise auf die Philippinen, die vom 21. – 25. Januar 2013 stattfinden wird. Den Firmen bietet sich dort die Chance, ihre Technologien und Dienstleistungen zu präsentieren und wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen.
Der Workshop findet statt von 9:30 bis 17:00 Uhr in der GIZ-Repräsentanz, Reichpietschufer 20, 10785 Berlin. Er wird eröffnet von der Botschafterin der Philippinen, Maria Cleofe R. Natividad. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen per E-Mail an pep-suedostasien@giz.de . - Das Programm
Zentrale Bestandteile des Workshops:
• Experten aus der Region informieren zu Potentialen, erläutern zentrale regulatorische Rahmenbedingungen und stellen Projektmöglichkeiten vor.
Unternehmen, die bereits vor Ort aktiv sind, berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen beim Markteintritt und der Projektentwicklung.
• Teilnehmer, die bereits konkrete Vorstellungen und Projektideen haben, erhalten auf dem PEP-Workshop zudem ausführliche Informationen zur Export- und Projektfinanzierung.
• Auch bieten sich exzellente Vernetzungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Expertengespräche im Rahmen des „Marktplatzes“ im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen.
Weitere Informationen:
Hanna Barth, Tel.: +49 (0)30-408 190-150, Fax: +49 (0)30-408 190-22-150, E-Mail: pep-suedostasien@giz.de